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„Verbrecher aufs Grundeis geführt“

von Text: Mareike Janeke

 

Verbrecher aufs Grundeis geführt“ lautet die Schlagzeile, die einer der Erzähler am Ende von „Emil und die Detektive“ für einen Artikel vorschlägt. In der Geschichte reist Emil aus seiner Heimatstadt Neustadt nach Berlin zu seiner Großmutter, wobei ihm aber sein Geld gestohlen wird. Kaum angekommen, lernt er „Gustav mit der Hupe“ und seine Berliner Freunde, die Detektive, kennen, die ihm helfen, den Verbrecher Grundeis hinter Gitter zu bringen und Emils 140 Mark zurückzubekommen.

 

 

Das Musical „Emil und die Detektive“, aufgeführt vom 23. bis zum 25.11.17, wurde über Monate von der Musical-AG des Alstergymnasiums eingeübt. Im Rahmen des Sommerkonzertes erlaubte uns die AG bereits einen Vorgeschmack auf das Stück, nun nahmen die Detektive unter der Leitung von dem beeindruckend textsicheren Sören Thormälen (7a) als Emil tatsächlich die Jagd auf Marijan Neubert als Räuber Grundeis auf. Der Schauplatz, Berlin in den 1920er Jahren, forderte zum einen sprachliches Durchhaltevermögen, wenn es um die Aufrechterhaltung des Berliner Dialektes ging, als auch zeitlich passende Kostümierungen: So versetzten die Stadtkinder in karierten Hemden oder weißen Shirts, kurzen Stoffhosen mit Hosenhaltern und Ballonmützen das Publikum direkt in die damalige Zeit. „Dit jefällt ma nich“, sang so die Großmutter Emils, um sich über die Sperrung der Linie 7 zu beschweren, die Emil zu ihr bringen sollte. Dabei schwang sie rhythmisch ihren Gehstock durch die Luft. Andere großartige Choreografien beinhalteten das Tanzen in Reihenformation mit hochgeschwungenen Beinen oder das Auf-der-Stelle-drehen mit Koffern in der Hand und fliegenden Röcken.

Die Musik des Stückes war natürlich nicht etwa Playback, sondern wurde live von der Musical-Band gespielt, die auf der Bühne in ihrem eigenen abgetrennten Abteil saßen. Unter anderem waren auch ein Saxophon und eine Geige vertreten. Durch die Pausen hindurch unterhielten sie ebenfalls mit ihren Melodien.

Durch die Geschichte dirigierten Erzähler Hannah, Conner und Maurice (Q2-Phase), unter anderem mit kurzen Gesangseinlagen: „Die Sache mit Emil“ bleibt genauso im Kopf wie der absolute Ohrwurm des Musicals, „Parole Emil“. Zusätzlich wurde für die Aufführung die Leinwand auf der Bühne genutzt, auf der man Bilder von Berliner Kulissen wie Litfaßsäulen am Alexanderplatz oder der Bahnstation vom Bahnhof Zoo erkennen konnte. Künstlerische Unterstützung kam im Voraus auch von Seiten des Kunstprofils Q1g, welches Plakatentwürfe gestaltet und sogar einen Plakatwettbewerb veranstaltet hatte. Letztendlich gilt der Dank natürlich wie immer auch der Technik-AG und den Initiatoren des Musicals: Frau Baumann, Frau Schiwek, Frau Schäfer und Herrn Simanowski.

 

 

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