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Henstedt-Ulzburger Flair in Madrid

von Kenneth Hillig und Timo Wollmann

Vom 23. -27. März dieses Jahres verschlug es den größten Teil der Spanisch-Kurse (Alt) des Q2-Jahrganges in die lebhafte Hauptstadt Spaniens.

Die Gruppe
Blick in die Straße

Das politische und kulturelle Zentrum der Iberischen Halbinsel empfing die Reisegruppe unter Aufsicht von Frau Mendoza, Frau Terrey-Creutz und Herrn Schwiers mit betrübtem Regenwetter. Als Unterkunft war ein Hostal gebucht worden, welches sich in der Nähe der Plaza del Sol befand und direkt vom Flughafen aus angesteuert wurde. Eben genannte Umweltumstände minderten das Vergnügen bei einer anschließend geplanten Stadt-Rally durch das Zentrum. Die Sieger durften sich nach einer spektakulären Jagd durch kleine Gassen und dem Entdecken versteckter Geheimtipps über einen eher schmalen Gewinn erfreuen, wenngleich ihre Erfolgsstrategie nicht nur schnelles Gehen, sondern auch den lebensechten Dialog mit Einheimischen erforderte. Am Dienstag begann die erste Besichtigungstour, bei der die Schülerinnen und Schüler kurz auf Deutsch und Spanisch über eine vorher zugeteilte Sehenswürdigkeit referierten. Diese Form des Vortrags sorgte zwangsläufig für eine hohe Schülereinbindung und am Ende konnte die interessierte Mehrheit von einem Wissenszuwachs profitieren. Nach der ersten Tour, welche durch den Westen verlief und bekannte Punkte wie den Plaza Mayor, Plaza España sowie den Palacio Real einschloss, war die Erwartungshaltung bereits übertroffen. Generell wurde jener, aber auch restliche Tage, von großzügigen Freizeiten aufgelockert, in denen die Reisenden die Stadt nach ihrem eigenen Belieben erleben konnten. Besonders in solchen Momenten machte sich allerdings die allgegenwärtige Armut bemerkbar, so gab es eine auffällig hohe Anzahl von Obdachlosen und Bettlern. Nachmittags stand ein Besuch beim Museo Reina Sofia auf dem Programm, allerdings scheiterte dieses Vorhaben an den Öffnungszeiten der Einrichtung. Stattdessen wurde eine umfassende Besichtigung des Königspalastes vorgenommen. Sowohl der Tag als auch die gesamte Woche wurden von dem tragischen Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen überschattet, der die Stimmung innerhalb der Gruppe merklich betrübte. Trotz alledem fuhr der Bus planmäßig am Mittwochmorgen in Richtung der historischen Metropole Toledo ab. Neben Marzipan und Stahl hatte die Stadt viele geschichtsträchtige Besichtigungspunkte zu bieten und füllte nahezu eine ganzen Tag aus. Erst am Abend traten die Alumnos den einstündigen Heimweg an, um danach den Tag in einem typisch spanischen Restaurant ausklingen zu lassen. Der vorletzte Tag war bestimmt von Sonnenschein und führte die Abenteuerlustigen vorbei am Paseo del Prado (für einen Besuch des Museums reichte die Zeit nicht aus), an der Gran Vía, dem Parque del Retiro und zu guter Letzt zur Puerta de Alcalá. Nach einer Mittagsfreizeit konnte nun endlich das Museo Reina Sofía besichtigt werden, einschließlich Picassos weltberühmten Meisterwerks „Guernica“. Alternativ gab es die Möglichkeit, ein interaktives Amerika-Museum zu besuchen. Als die Sonne sich senkte, lud die Lehrerschaft zu einem Tapas-Abend nahe der Unterkunft. Jener rundete die gelungene Reise perfekt ab und ziemlich jeder konnte abschließend von einer Bereicherung sprechen. Schweren Herzens wurden am Freitagmorgen die finalen, freien Stunden genutzt, bevor es gegen Mittag wieder zum Flughafen ging. Auf die Landung folgend zog Frau Mendoza ein positives Résumé und verabschiedete ihre Schützlinge ins Wochenende. Insgesamt lässt sich festhalten, dass durch eine durchdachte Organisation die Madrid-Reise eine nachhaltige Erinnerung hinterlassen wird. 

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