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Lateinexkursion nach Trier 08.02.2010 – 12.02.2010

von Birte Sterner (Schülerin)

Salve Treveris! Vom 8. bis zum 12. Februar waren wir, die Lateiner der 10. Klassen in Trier an der Mosel und haben die älteste Stadt Deutschlands besichtigt, wo noch einige Ruinen aus der Römerzeit erhalten sind.

Montagmorgen um 8:30 Uhr ging es vom Alstergymnasium mit dem Bus los. Nach 2 Stunden kam dann auch schon die erste Pause, obwohl wir kaum aus Hamburg raus waren. Wegen den festgelegten Fahrzeiten des Busfahrers mussten wir nach anderthalb Stunden schon wieder Pause machen, kamen also nicht so richtig vorwärts. Danach sind wir dann 5 Stunden am Stück gefahren bis wir die Jugendherberge in Trier erreicht hatten. Geplant war unsere Ankunft für 16:30 Uhr, doch als wir ankamen war es schon 18 Uhr. Dort hat ein Mitarbeiter der Jugendherberge die Regeln erklärt. Besonders wichtig war ihm wohl wie viel Geld wir bezahlen müssen wenn wir bestimmte Dinge machen (bis zu 100 Euro für Rauchen, aber wenn man den Feuermelder auslöst bis zu 1500 Euro…) und das wir unsere Türen abschließen („Damit die Lehrer keine Kontrollen machen können“). Nachdem er seine Erklärungen beendet hatte, war es auch schon Zeit fürs Abendbrot und wir sind in den Speisesaal gegangen. Den meisten schmeckte das Essen gut, nur das nach Spülwasser schmeckende Teegetränk kam nicht so gut an ;-). Danach wurde das Gepäck geholt und die Zimmer bezogen. Diese waren zum Teil relativ seltsam eingerichtet mit einzelnen Betten hinter Schränken versteckt und einem größeren Viererzimmer als Sechserzimmer. Aber die Zimmer waren schön und modern eingerichtet und mit eigenen Badezimmern.
Abends war dann ein freiwilliger Spaziergang. Wegen der langen Busfahrt kamen auch viele mit. Wir gingen an der Mosel entlang zur Römerbrücke. Herr Schmitz hat uns dann ein bisschen was dazu erzählt und dann ging es durch die Innenstadt wieder zurück. Um 22 Uhr war Nachtruhe (man musste sich auf den Zimmern befinden und leise sein).
 
Morgens hatten wir dann schon um halb 8 Frühstück, es gab ein großes Buffet mit Brötchen, Müsli, Cornflakes usw. Für den GPS-Rundgang haben wir uns in 6-er oder 7-er Gruppen eingeteilt, jede Gruppe mit einem Rallyzettel und einem GPS Gerät. Dieses hat uns dann durch die Stadt geleitet, wir haben auf dem Rallyzettel Fragen beantwortet und sollten schließlich das Lösungswort „Fischers Maathes“ (eine Trierer Witzfigur) rauskriegen. Leider funktionierten einige GPS Geräte nicht, doch mithilfe des Stadtplans hat trotzdem alles geklappt. Nach ca. 3 Stunden waren wir dann zum Mittagessen wieder in der Jugendherberge.
 
Nachmittags standen dann das Amphitheater, die Kaiserthermen und die Viehmarktthermen, drei bekannte Ruinen aus der Zeit der Römer, auf dem Programm.
 
Zuerst ging es mit dem Bus zum Amphitheater, wo früher Gladiatorenkämpfe abgehalten wurden.
 
Von dort aus weiter zu den Kaiserthermen, von denen noch die eine Wand, Fundamente einiger Räume und sogar unterirdische Gänge erhalten sind, in denen man sich tatsächlich verlaufen konnte ;-). Der letzte Punkt, die Viehmarktthermen, waren dann überdacht mit einem großen Glasgebäude. Dort hatten wir als einziges eine Führung durch die Ruinen.
 
Es gab noch die Möglichkeit danach bis zum Abendbrot in der Stadt zu bleiben, doch die meisten von uns waren schon ziemlich kaputt vom vielen Laufen, also sind wir in die Jugendherberge zurück. Nach dem Abendbrot hatten wir dann bis zur Nachtruhe Freizeit, juhu! :D Der Tag war interessant aber auch super anstrengend!
 
Mittwoch ging es dann wieder gleich nach dem Frühstück los zur Villa Borg, einer Ruine einer Villa die wieder aufgebaut wurde, so wie sie wahrscheinlich damals ausgesehen hat. Nachdem wir uns einen kurzen Dokumentarfilm angeguckt hatten, ging es wieder hinaus in die Kälte, wo die Führer uns ein bisschen was erzählt haben und dann zur Führung durch die verschiedenen Räume: Schlafräume, Toiletten, Thermen, Küche, …Später gab es in der „Römischen Taverne“ das römische Essen, dem die meisten zunächst skeptisch gegenüber standen. Jedoch stellte es sich als wirklich lecker heraus.
Es folgten wieder 2 Stunden Busfahrt, dann konnten wir in der Innenstadt aussteigen oder wieder zur Jugendherberge fahren. Diesmal nutzten viele die Möglichkeit shoppen zu gehen oder sich etwas zu essen zu kaufen.
 
Abends um 20 Uhr ging es noch mal los zur Weinprobe (Schülerweinprobe). Der Besitzer des Weinguts hieß Herr Oberbillig und hat uns erst einmal durch seinen Keller geführt. Wir haben uns in einen Raum gesetzt und haben nacheinander 3 verschiedene Weißweine oder als Alternative Traubensaft angeboten bekommen. Diese wurden dann getrunken, während er etwas über sein Gut und den Wein erzählt hat. Zum Schluss gab es noch die Möglichkeit Wein zu kaufen, die von vielen genutzt wurde. Kurz vor der Nachtruhe waren wir dann zurück in der Jugendherberge.
Donnerstagmorgen wollten wir ins Rheinische Landesmuseum, welches am anderen Ende der Stadt war. Da der Busfahrer frei hatte, sind wir eine halbe Stunde vorher zu Fuß aufgebrochen, doch nach einiger Zeit hat sich die Gruppe ausversehen wegen einer roten Fußgängerampel geteilt. Der vordere Teil ist weitergegangen, während der Hintere erst einmal stehen bleiben musste bis die Lehrer sich nach einer Zeit auf dem Stadtplan orientiert hatten und es weitergehen konnte. Dadurch kamen wir eine halbe Stunde später als geplant im Museum an und hatten für die Rally dort nicht mehr sehr viel Zeit, somit war es etwas gehetzt. Trotzdem sind viele Gruppen dann doch noch fertig geworden, bevor wir zum Mittagessen zurück zur Jugendherberge mussten.
Nach dem missglückten Weg zum Museum waren wir beim nächsten Mal selbst verantwortlich pünktlich zur Porta Nigra, dem alten römischen Stadttor zu unserer Führung zu kommen. Auf dem Weg dorthin kamen wir plötzlich am Eingang zur Innenstadt in eine Polizeikontrolle, die uns fragten ob wir Glasflaschen mit hätten. Kurz darauf war dann auch klar wieso: Karneval! Es war Weiberfastnacht. Der Trierer Marktplatz war voll mit verrückt verkleideten Leuten (zum Teil sehr dünn angezogen), die zu der typischen Musik rumsprangen, sangen und auch schon relativ betrunken waren. Das war schon cool zu sehen… viele machten Fotos mit den verkleideten Leuten und kauften sich billige Kostümteile, wie z.B. Teufelshörnchen oder einen Heiligenschein.
 
Dann mussten wir aber auch schon zur Porta Nigra um von unserem verkleideten Centurio zur Erlebnisführung abgeholt zu werden. Verpackt in ein Theaterstück, bei dem wir selbst auch aktiv werden mussten, hat er uns die Geschichte der Porta Nigra erzählt. Zuerst waren wir die freiwilligen Helfer, die von nun an das Tor bewachen sollten, er musste uns einweisen und natürlich auch alles mit uns üben, von Feuer löschen bis hin zu Feinde mit Öl begießen. Später ging es dann weiter in der Zeit und er hat uns andere Sachen vorgespielt die in Trier und in der Porta Nigra, die ja das Wahrzeichen von Trier ist, passiert sind. Das Ganze war sehr lustig, enthielt aber auch viele Informationen. Diese waren so in das Schauspiel verpackt, dass es überhaupt nicht langweilig war!
Nach der Führung konnten wir dann noch in der Stadt bleiben bis zum Abendbrot und hatten den Abend über auch noch einmal Zeit.
 
Am Freitagmorgen ging es wegen des Schnees schon 1 ½ Stunden (um halb 9) eher wieder los mit dem Bus in Richtung Henstedt-Ulzburg. Wir kamen gut durch und sind tatsächlich eine Stunde eher als geplant angekommen. Aber wir waren uns einig das unser Rathaus gegen die römischen Gebäuden in Trier keine Chance hat :D.
Es war eine tolle Fahrt, wir haben viel gesehen und hatten auch eine Menge Spaß!

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