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Museumswandertag der 8b im Polizeimuseum Hamburg

von Maximilian Horn und Hannah Simader

Zu Beginn wird unsere Klasse von Mitarbeitern des Polizeimuseums freundlich in Empfang genommen. Ein wenig später sind dann auch schon unsere Museumsführer da – Andreas Nusseck und Wolfgang Hoffmann.

Es wird sehr viel Wert auf die Gruppeneinteilung gelegt, so dass auch Schüler zusammen arbeiten, die sich sonst eher aus dem Weg gehen. Nachdem unsere Klasse in zwei Gruppen aufgeteilt worden ist, geht es auch schon los. Die eine Gruppe geht mit Herrn Nusseck in den ersten Stock und macht eine Ralley, während die andere Gruppe mit Herrn Hoffmann in die Geschichte der Polizei eintaucht.

Zuerst wird uns etwas über die Geschichte der Polizei im Allgemeinen erzählt, dann geht es mit der Geschichte der Handschellen weiter. Ein paar aus der Klasse erfahren am eigenen Leib, wie es ist, festgenommen zu werden. Darauf folgt dann die Geschichte der Dienstwaffen – vom Säbel bis zur Schusswaffe. Es ist interessant zu erfahren, wie schnell sich die Techniken und Waffen der Polizei entwickelten. Danach kommen wir zu den Helmen und Mützen der Polizei. Genau wie an der vorherigen Station ist auch hier der Fortschritt schnell vorangekommen. Es fing mit der Pickelhaube an, ging über den Bundeswehrhelm, bis zur heutigen Stoffmütze in blau mit einem Wappen an der Stirnseite.

Als letztes gehen wir in einen Raum, welcher so wie ein altes Polizeikommissariat eingerichtet ist. Man fühlt sich wirklich so, als ob man ein paar Jahre zurückgereist wäre. In dem Raum wird uns über den Ablauf der Arbeit der Polizisten und über die damals zur Verfügung stehenden Geräte, wie die Schreibmaschine oder den Telex, berichtet. Auch eine Zelle mit einer original erhaltenen Gefängnistür ist vorhanden. Darin steht nur eine Bank, die sehr hart ist. Und es haben sich schon sehr viele Besucher in dieser Zelle verewigt.

Nach der Führung im Erdgeschoss führt uns Andreas Nusseck in den ersten Stock, dort werden wir in sogenannte Ermittlerteams eingeteilt. Wir arbeiten wieder mit Schülern aus unserer Klasse zusammen, mit denen wir sonst nicht so viel zusammen machen. Denn auch als echter Polizist muss man mit all seinen Kollegen zusammenarbeiten können. Ich ermittle zusammen mit meinem Klassenkameraden Maxi, weil bei Familie Bergmann eingebrochen worden ist. Wir untersuchen die Schuh- und Fingerabdrücke und den Tathergang. Den richtigen Täter finden wir schnell.

Doch im echten Leben geht das leider nicht so einfach. Es braucht meist mehrere Wochen und Monate, manchmal sogar Jahre, bis der Täter gefunden wird. In einem Nebenraum bekommen wir die Möglichkeit, einen Blick in die originalen Akten der Fälle zu werfen. Nachdem auch die anderen Ermittlerteams die richtigen Täter gefunden haben, gehen wir ein Stockwerk höher – auf den Dachboden. An der Treppe steht ein Schild: „Altersempfehlung: Erst ab 14 Jahren betreten“. Und das zu Recht, denn hier geht es um Kriminalfälle, die die Hamburger Polizei zum Teil heute noch intensiv beschäftigt. Uns werden zwei gruselige Fälle lebhaft erzählt. Außerdem liegen die originalen Waffen und Beweise in Vitrinen zur Schau. Es geht zum einen um den Frauenmörder Fritz Honka, aber auch um den „St. Pauli-Killer“. Doch diese Geschichten muss man sich einfach selber anhören …

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